Kategorie: Arbeit

  • Ein Jahr Oracle

    Und noch ein Jubiläum ist geschafft! Seit heute arbeite ich genau 1 Jahr lang für Oracle und ich muss sagen, es ist immer noch SAU GEIL!!! Wie die Wenigsten von euch wahrscheinlich wissen, habe ich meine Karriere als PL/SQL (Oracle spezifische Programmiersprache) Programmierer und Oracle Datenbankadministrator begonnen. Ich habe also seit meinen allerersten Tagen im Beruf mit Oracle zu tun gehabt und schon damals gedacht, dass ich irgendwann einmal für Oracle selbst arbeiten werde. Das ist jetzt über 12 Jahre her und hätte mir damals jemand gesagt, dass ich mir diesen Traum 11 Jahre später erfüllen werde, hätte ich ihm wohl nicht geglaubt. Während meiner Zeit in den USA habe ich dann zwei Mal von der Arbeit aus zu Oracle dürfen, einmal in England (England, so ein Zufall ;)) und einmal in Kalifornien. Und selbst dort hätte ich mir noch nicht gedacht, dass ich schon bald selbst zum Team gehören werde. Auslöser war dann glücklicherweise die Arbeitsunmut in der alten Firma, die mich zur richtigen Zeit zurück nach Europa bringen sollte, sowie die gerade offene Stelle in Oracle England.
    Wie ich oben schon erwähnt habe, bereitet mir die Arbeit jede Menge Spaß. Kein Tag ist wie der zuvor und ich habe ein extrem geniales Team erwischt. In meinem Team ist keiner unter 40, außer ich natürlich und niemand weniger lange dabei als mindestens 10 Jahre! Die ältesten Mitarbeiter gehen zurück bis ins Jahr 1988! Kurze Zeitrechnung – da war ich gerade mal 3 Jahre alt. Das Gute daran ist, dass ich einerseits vieles von ihnen lernen kann und sie es glaube ich zu schätzen wissen, dass sie wieder mal einen Jungspund haben, der etwas Schwung in die Alzheimer-Partie bringt. Aber noch besser ist, dass Oracle 1988 noch ziemlich klein war und somit kennen meine Arbeitskollegen alles und jeden der heutzutage einen Rang und Namen in der Firma hat. Das macht es für mich etwas leichter in der riesen Organisation selbst aufzufallen. Und riesen Organisation heißt momentan ca. 118 000 Mitarbeiter weltweit! Der Job selbst ist ebenso cool. Am Papier bin ich eigentlich Vertreter, die Realität sieht allerdings ein wenig anders aus. Da wir im Team, wie schon erwähnt, so manch ein Relikt haben, genießen wir natürlich auch ein paar Vorzüge. Wenn wir nicht gerade beim Kunden sind, haben wir quasi Bastelstunde und machen von A bis Z. Wir haben auch unsere eigenen Maschinen der Exa-Klasse für die die sich aus kennen, auf denen wir alle möglichen Tests laufen lassen, oder unsere Prototypen aus probieren können. Und wenn wir beim Kunden sind, reden wir dann allerdings nicht mit irgendwelchen Leuten, sondern immer direkt mit den Leuten ganz oben. Das liegt daran, dass unser Team nur hinter den großen Fischen her jagt und dass heißt Deals die über einer halben Million US Dollar gehen. Der Rest wird von einen anderen Einheit betreut. Und das ist halt auch nochmal etwas anderes als bei meinen Jobs zuvor. Die Beträge und Leute mit denen ich zu tun bekomme, sind einfach ganz anders als zuvor. Und momentan arbeite ich auch gerade an meinen Trip zu OpenWorld, unsere jährliche einwöchige Hausmesse in San Francisco. Mal schauen, ob mir das gelingt. Aber mit meinem frechen und schnellen Mundwerk ist mir schon viel gelungen, also vielleicht heißt es ja dann im September: OpenWorld, ich komme! 🙂

    Während dem Schreiben dieses Beitrages habe ich mir ein wenig Gedanken über die Zeit gemacht als ich bei Oracle noch als Gast zu Besuch war. Das eine oder andere Bild konnte ich ausgraben, viel Spaß:

  • 6 Monate Oracle!

    Heute am Tag genau sind es 6 Monate, dass ich bei Oracle meine Brötchen verdiene und ich muss sagen: Es gefällt mir noch immer! 🙂 Das heißt auch, dass ich mittlerweile schon wieder 6 Monate (und 2 Tage) in Großbritannien bin! Da sieht man wieder mal, wie schnell die Zeit verrinnt. Von der Arbeit her kann ich mich absolut nicht beschweren. Mein Boss ist cool, meine Arbeitskollegen sind super und mein Kollege, der mich rein gebracht hat, hat sich seit gestern in ein anderes Team verzogen. Tja, im Leute vertreiben bin ich dann doch noch der Beste! 😀 Das tolle daran ist allerdings, dass er in das Produkt-Management für die Datenbank gewechselt hat und ich somit einen Kontakt zum inneren Kern habe. Und solche Kontakte sind natürlich niemals schlecht! 😉 Des Weiteren habe ich schon einige von meinen Idolen im Performance und Oracle Umfeld persönlich getroffen und mit ihnen Bekanntschaft gemacht. Leute wie Tom Kyte, Tanel Poder, Doug Cutting und noch einige mehr. Mein Boss ist der Auffassung, das ich tun und lassen kann was ich will, solange die Arbeit geschieht. Das ist zur vorherigen Firma nicht recht unterschiedlich, ausser dass ich diesmal wirklich was leisten muss! Selbst-Management nennt er das. Es hat jedoch auch den Vorteil, dass ich nicht lange auf jemanden warten oder die Schuld schieben kann und einfach selbst mein Mädchen für alles bin. Vorteil insofern, weil ich in den 6 Monaten unglaublich viel gelernt habe – technisch, als auch verhandlungstechnisch. Es ist auch schön für eine Firma zu arbeiten, die jedes Jahr Milliarden Gewinn ein schreibt und man sich um das Überleben der Firma keine Sorgen machen muss. Das hindert unseren obersten Boss jedoch nicht daran, die zahlen immer weiter rauf zu schrauben, was natürlich weiterhin Druck auf uns aus übt. Die Firma ist generell sehr wettbewerbsbezogen aufgezogen, aber das wurde mir zum Glück schon gesagt, bevor ich angefangen habe.

    Persönlich hat sich auch einiges getan. Ich weiß, dass die Updates auf dem Blog ziemlich eingeschlafen sind, aber das hat mehrere Gründe, wie zum Beispiel, dass das Internet in der Wohnung ziemlicher Müll ist. Oder dass ich einfach manchmal von der Arbeit um 20:00 Uhr (oder 22:00 Uhr, wenn wir noch auf ein oder zwei Bier gehen 🙂 ) nach Hause komme und dann einfach nichts mehr tun will, ausser Fernsehen und ins Bett zu gehen. Dem einen oder anderen ist vermutlich auch aufgefallen, dass der Blog nicht mehr ganz so aus sieht, wie ursprünglich. Das liegt daran, dass der Server, auf dem sich auch fireworld.at befindet, gerade mitten in einer PHP Versionsumstellung befindet. Was für mich bedeutet, dass ich diesen Blog auch mal updaten muss und da steckt ein bisschen Arbeit dahinter… vermutlich ein Winterprojekt?! Ausserdem war ich in diesen 6 Monaten schon 5 Mal in Österreich! Jup, richtig gelesen: 5 Mal und das letzte Mal gerade letztes Wochenende zu Manuels Geburtstagsparty. Leider fallen die Besuche allerdings kürzer aus als früher, was daran liegt, dass ich jetzt mal schnell übers Wochenende heim fliegen kann. Nächster planmäßige Aufenthalt ist von 22.12 – 29.12, also schon mal notieren. Silvester wird in London gefeiert, damit ich das neben Silvester New York auch gleich mal erlebt habe. Wer Lust und Laune hat, die Flüge kosten nicht allzu viel, wenn man noch schnell ist! 🙂 Ich hatte auch schon die ersten Besuche da, welche allerdings zwecks Wohnsituation ebenso kurz ausgefallen sind. Fotos sollten demnächst kommen, aber Herr Lanzerstorfer hat ja wieder mal 1600 Fotos geschossen, die erst mal durch geschaut und aus sortiert werden müssen – und das in 4 Tagen! Wohnungstechnisch tut sich auch endlich was. Vorraussichtlich werde ich mit 19. Oktober (also in 3 Wochen) endlich aus ziehen und meine eigenen vier Wände in Greenwich finden. Reservierungen werden allerdings noch nicht angenommen, da ich 3 Wochen später gleich mal wieder für 14 Tage auf Urlaub in Thailand bin. Ja, richtig gelesen: Urlaub in Thailand! Wieder einmal mit der „Sondertruppe“ von Kuba: Rainer, Bösi und ich! Wer jetzt glaubt, dass ich mich nur in der Weltgeschichte rum treibe, tja, was soll ich sagen: Der hat Recht! Gewusst wie würde ich mal sagen! 😉 Vielleicht versteht ja jetzt der eine oder andere ein wenig besser, warum die Blogeinträge ein wenig eingeschlafen sind in letzter Zeit! 🙂

  • Endlich offiziell!

    Endlich kann ich damit raus rücken, lange hats mich auf die Folter gespannt doch nun ist es offiziell! Nach fast 5 Jahren GoldenSource (am 1. Juni wäre mein 5. Jubiläum gewesen) werden in ein paar Tagen auch für mich die GoldenSource Zeiten der Vergangenheit angehören. Es waren 5 wunderbare Jahre, die ich hier nochmal Revue passieren lassen möchte:
    Am 1. Juni 2007 startete ich damals meine Karriere bei GoldenSource als Datenbank und Performance Spezialist. Ich übernahm die Stelle meines Freundes Pumsti, welcher am 1. Mai 2007 zum Hauptstandort New York wechselte. Die Zeit bei GoldenSource Österreich war extrem genial. Das Arbeitsumfeld war ein Traum. Die Arbeitkollegen waren alle komplett lässig mit denen man viel Spass haben konnte. Zusammen haben wir nicht nur gute Arbeit geleistet, sondern auch die eine oder andere Veranstaltung gemeinsam bestritten. In kurzen Stichworten: Monatliches Fortgehen – Michi und Joe wurden des Öfteren von uns gerettet; Ennstaler Hütte – ich überlebte den Aufstieg nur knapp; Winterrodeln – Rolands Verderben; Firmenausflug – wo sind denn Bernhards und mein T-Shirt hin?; Nuke 2009 – keine Worte! 😀 Nicht zuletzt habe ich deswegen ein paar sehr gute Freundschaften aus dieser Zeit mitgenommen. Arbeitstechnisch war es für mich auch ein voller Erfolg. Ich konnte von meinen Kollegen sehr viel lernen, was mir im weiteren Verlauf auch viel weiter geholfen hat. April 2009 dann der große Umbruch für mich. Einer meiner Teamkollegen verließ New York, was damit einen Posten öffnete. In Österreich waren wir nur 3 Leute, wobei einer gerade Haus baute und der andere Vater wurde. Somit stellte die Firma die Frage an mich, ob ich nicht nach New York wechseln möchte. Ich musste eigentlich gar nicht erst überlegen und beantwortete mit einem klaren JA! Dann die große Visums-Schlacht. Bis August 2009 dauerte es um mein US-Visum klar zu machen, Bürokratie ohne Ende. In der Zwischenzeit die traurige Nachricht. Mit 30. Juni 2009 kündigte das Senior Management an den Standort Österreich aufzulassen. Der Grund: Einsparungen! Die gesamte Entwicklungsabteilung wurde nach Indien verlegt. Angewidert von der Entscheidung war ich knapp davor meinen Entschluss nach New York zu gehen, fallen zu lassen, was im Nachhinein betrachtet ein kompletter Irrsinn gewesen wäre. Dem Ex-Chef von Österreich, Rudi, hab ich hier ein großes Stück zu verdanken, dass ich die Entscheidung dann doch nicht aus dem Bauch raus verworfen, sondern sorgfältig mit Blick auf meine persönliche Karriere überdacht habe. Bis alles geklärt war, dauerte es dann schließlich bis zum 5. Oktober 2009 um mich entgülitg nach New York aufzumachen – nach 2 Jahren und 5 Monaten war meine Zeit bei GoldenSource Österreich vorbei.

    Gesehen hatte ich New York vorher noch nie, persönlich kannte ich nur Pumsti und meinen Boss, ein paar Namen von e-Mails. Ein sehr mulmiges Gefühl, dass ich damals im Flieger hatte, aber ich bin mit dem Gedanken „Wenns dir nicht gefällt, machst halt 14 Tage Urlaub und fliegst wieder heim“ rüber gekommen. Nun ja, gefallen hat es mir dann doch und somit bin ich auch geblieben – für 1 1/2 Jahre, so zumindest der erste Plan. Anfangs verrichtete ich weiter meinen Job wie auch schon in Österreich – Performance Spezialist. Mittlerweile hatte ich mich weiter entwickelt und hatte nun alles Performance bezogene über und nicht mehr nur die Datenbank. Der Fakt dass nach der Schließung Österreichs erst mal reges Chaos herrschte (alle Neuerungen seit 2005 kames fast ausschließlich auch Österreich) machte mir den Arbeitseinstieg in New York dann doch relativ einfach. Nach 2 Wochen zog ich dann auch in eine 3er WG, wo ich für weitere 6 Monate blieb. Dann mit 1. April 2010 endlich mein eigenes Apartment in der Lower East Side in Manhattan – einige von euch haben dies eh schon ausführlich selber gesehen! 🙂 Am 4. April 2011 – nach 1 1/2 Jahren – erlosch dann mein erstes Visum. Es war unklar, ob ich noch ein neues bekommen kann, da die Job/Arbeitslosen-Situation zu diesem Zeitpunkt sehr angespannt war. Schließlich gelang es meiner Firma dann doch für mich ein neues Visum zu organisieren. Die Dauer: 3 Jahre mit Option auf 2 Jahre Verlängerung, sprich meine Zukunft wäre für die nächsten 5 Jahre gesichert, solange die Firma nicht ein geht oder ich gekündigt werde. Das Visum war wie das vorherige leider firmengebunden. Im Juli 2011 dann der Abteilungswechsel zur Serviceabteilung (wie im Kopenhagen Bericht schon näher erwähnt). Mit Jänner 2012 dann erneut ein Wechsel in die neu gestaltete Gruppe ITG – Information Technology Group (war für ein Schrott-Name). Das Performance Team in dem ich ursprünglich arbeitete gab es ab diesen Zeitpunkt nicht mehr in diesem Sinne. Und nun ja, jetzt mit Ende März ist nach 2 Jahren und 6 Monaten (ein Monat länger als GS Österreich! :)) nun auch meine Zeit bei GoldenSource New York, sowie bei GoldenSource generell, entgültig vorbei!

    Warum der Arbeitswechsel:

    Leider erging es meiner bald ehemaligen Firma in den letzten Jahren nicht allzu gut wie man schon an der Schließung Österreichs erkennen kann. War es mir damals während meiner Zeit in Österreich noch relativ egal, weil das Umfeld am österr. Standort passte, gibt es hier in New York ein paar Faktoren, die mich meine Zukunft überdenken ließen. Meine größte Sorge war mein firmengebundenes Visum und die Tatsache, dass immer wieder Leute entlassen werden mussten um die Kosten zu decken. Dabei wurde natürlich weniger darauf geschaut, wie gut sie waren, als wie gut sie verdienten. Wäre ich jemals gekündigt worden, hätte ich das Land verlassen müssen. Klar, wenn die Firma jetzt jedes Jahr Millionen ab wirft und alles gut läuft, denkt man über so etwas eher weniger nach. In meiner Situation war dies jedoch sehr wohl bedenkenswert und es schwebte immer in meinem Hinterkopf herum als und wie ich mein Leben hier auf baute. Eine Garantie, dass ich hier die nächsten Jahre unbescholten überlebe, gibt es einfach nicht. Nur die Zeit weiß, was sie bringt. Während einige Leute gehen mussten, verlor die Firma auch viele gute Leute, welche andere Chancen wahr genommen haben. Neu besetzt wurde nur selten, meistens wurden Kollegen von Indien nach New York übersiedelt. Mit den guten Leuten (die Österreichern eingeschlossen) hat die Firma auch viel an KnowHow verloren, gelernt habe ich in New York weitaus nicht soviel wie bei meiner vorigen Zeit bei GoldenSource, dafür hatte ich sehr bald einen Heldenstatus, weil ich Dinge zu lösen vermochte, die meine indischen Arbeitskollegen erst mal vor Rätseln stellte. War das am Anfang noch lustig und angenehm, wird über kurz oder lang dann doch langweilig, dass zuerst mal andere 3 Wochen lang an einem Problem arbeiten und herum probieren, bis es dem Kunden dann irgendwann mal doch sauer auf stößt. Und dann soll Herr Venzl doch das Problem über Nacht oder gar übers Wochenende lösen, weil es super dringend ist. Gesagt wird einem das natürlich dann um 5 Uhr abends an einem Freitag und wenn sich dann auch noch heraus stellt, dass es immer wieder die selben 5 Probleme sind und andere scheinbar nicht fähig sind, dazu zu lernen, oder sich das zumindest wo zu notieren, dann ist das nur mehr noch nervend und ganz und gar nicht mehr lustig. Zu guter Letzt sind da natürlich noch die politischen Spielchen und die Tatsache, dass sich unsere Entwicklungs- sowie unsere Serviceabteilung rückwärts bewegt hat und ich nach Jahren des Hoffens nun leider engültig den Glauben verloren habe, dass sie jemals aufholen werden.

    Ich wünsche meiner Ex-Firma GoldenSource jedoch weiterhin viel Erfolg und hoffe, dass sie wieder dahin kommen und darüber hinaus, wo sie schon einmal waren! Es waren 5 Jahre meines Lebens, die ich auf keinen Fall missen möchte. Diese Firma öffnete mir Türen, die sonst verschlossen geblieben wären – VIEL GLÜCK AUCH WEITERHIN!

    Wo geht es hin:

    Nun die große Frage: Wo gehts es hin? Zurück nach Österreich, weiterhin New York, irgendwo anders in den USA, oder irgendwo anders in der Welt? Für welche Firma? Was, wo, wann und wie? Na, wer von euch kanns erraten? Ich gebe euch mal einen kleinen Tip:

    Wer weiß welcher Firma dieser Gebäudekomplex als Hauptquartier dient – wer kann die Schrift dort oben links lesen?! 😉
    Ich geb euch noch einen Tip:

    Wers jetzt noch nicht weiß, der ist wohl doch nicht so helle, oder kann einfach nicht lesen! 😀
    Wie einige von euch wissen, bin ich ja ein absoluter Oracle Freak. Das liegt wohl an meiner beruflichen Karriere. Seit meinen allerersten Stunden in IT habe ich mit Oracle bzw. deren Datenbank zu tun gehabt – man muss ja schon ein bisschen genauer sein, bei dem was die heutzutage alles auf kaufen. Damals, am 1. August 2001 bestritt ich meine Lehre zum Informatiker und wurde damit im Endeffekt zum PL/SQL Programmierer und Datenmodellierer für Oracle Datenbanken ausgebildet. Es dauerte nicht lange und ich war in Performanceoptimierung der Datenbank interessiert und den Rest der Geschichte habt ihr oben schon gelesen. Es ist schon witzig, denn schon ziemlich früh in meiner Karriere, war ich gerade 16, oder schon 17 Jahre alt?, sage ich schon, dass ich irgendwann einmal für diesen Konzern arbeiten werde. Das es so schnell geht, hätte ich mir allerdings nicht gedacht! 😀

    Zufall, Glück und Wissen waren die Mittel zum Erfolg:

    Durch Zufall kam ich Ende 2010 zu einem Kontakt bei Oracle.

    Durch Glück war mit Anfang 2012 in der Abteilung meines Kontaktes eine Stelle frei.

    Und durch Wissen, wage ich hier einmal zu sagen, wurde ich schließlich eingestellt. Durch Wissen sage ich deswegen, weil der Interview-Prozess alles andere als harmlos war. Angefangen von der schriftlichen Bewerbung, sowie einem auszufüllendem Fragebogen, folgten 5 verschiedene 1-stündige Telefon/Skype Interviews mit 4 verschiedenen Leuten. Erst dann wurde beschlossen, dass mir ein Angebot vorgelegt werden würde, was erst recht noch einmal verhandelt werden musste.
    Nun, die Frage „Wo gehts es hin?“ ist ja noch nicht ganz beantwortet. Oracle ist ein weltweiter Konzern mit vielen Standorten, aber zu welchem verschlägt es mich:

    Wie ich vorher schon erwähnte, war die Visumssituation nicht gerade gut letzten April. Fakt ist, dass sie noch immer ziemlich besch**** ist. Für mich gibt es in den USA derzeit einfach kein Visum, es sein denn, ich lege eine Uni-Ausbildung nach. Natürlich hätte ich hier in New York zu einigen Unis gehen können, aber um ehrlich zu sein, wollte ich einfach nicht! Der Gedanke am Abend oder Wochenende dies nach zu holen, ließ sich einfach mit meinem momentanen Lebensstil nicht vereinbaren. Nicht nur weil die Dienstreisen immer wieder dazwischen gefunkt hätten, was wahrscheinlich weniger das Thema gewesen wäre, sondern auch, weil ich die Freizeit schlichtweg nicht opfern wollte. Vielleicht wird das in Zukunft einmal anders sein, vielleicht nicht. Ich kann nur sagen, dass ich ohne Uni-Abschluss auch nicht allzu schlecht da stehe und dass ich lieber die Freizeit in New York genossen habe als vielleicht 3 oder 4 Jahre hier zu sein und nur arbeite und lerne. Ein weiterer Aufenthalt in den USA steht daher für mich erstmal außer Frage. Und um ehrlich zu sein: Es wird eh Zeit, dass ich dem Heimatland wieder ein wenig näher rücke! Für diejenigen die froh sind, dass mich endlich weiter haben: Keine Angst, noch komme ich nicht zurück! Den Kontakt bei Oracle habe ich nämlich in dem UK Hauptquartier im Ort Reading in England. Die Position, die ich bekommen habe, ist allerdings direkt in London nahe der Moorgate Station und zwar zirka hier auf Google Maps! Es geht für mich also ab nach London und das mit 30. März. Ab 2. April bin ich dann (endlich) offizieller Mitarbeiter der Firma Oracle! 🙂

    Ein paar gute Dinge über London:

    • Ich kenne die Stadt schon
    • Ich habe einen geilen Job
    • Ich zieh vorerst mal bei Ex-Arbeitskollegen Joe in die WG ein! Seine Leber tut mir jetzt schon leid! 😀
    • Ich habe noch ein paar andere Freunde in der Stadt
    • Nur 1 Stunde Zeitunterschied
    • Nur 2 Stunden Flugzeit London-Linz
    • Billige Flüge London-Linz/Salzburg (nein…. ihr könnt mich nicht besuchen kommen, lasst mich zuerst mal selber ein wenig ein leben! ;))

    Was mache ich bei Oracle. Mein Titel ist „Principal Sales Consultant“, oder war es „Principal Presales Consultant“. Was tue ich? Ich bin weiterhin im Performance-Sektor tätig, allerdings im Vorverkauf. Ich werde mit bestem Wissen und Gewissen versuchen unseren Kunden/Interessenten unsere Hardware und/oder Software anzudrehen. Im Prinzip ist das Verkaufsargument dabei: garantierte Performance. Mein Kernjob: Datenbank und Exadata Performance Spezialist! Allerdings werde ich auch weiterhin mit Java/JEE und WebLogic zu tun haben, aber dafür gibts andere Spezialisten, mit denen ich zusammen arbeite – ich glaube, da gibts wieder einiges zu lernen! 🙂 Es wurde jedoch einer mit gutem Java/JEE Wissen gesucht und man glaubt es kaum (hierbei Dank an Michi K.), ich konnte auch mit meinem XA Wissen gut punkten – und ich hoffte, dass ich den Schmarrn endlich vergessen kann! 🙁

    Tja, so ist das also: Venzi goes Oracle, Venzi goes London! Der Blog wird natürlich weiterhin aufrecht erhalten, eh keine Frage. Ich hoffe, dass ich noch alle USA Beiträge bis zur Übersiedlung rein bringe, um dann „frisch“ mit London bzw. England zu starten. Aja.. ein Punkt hab ich schon auf der Liste: I will unbedingt mal bei am Ritter Tunier mit machen! 🙂

  • Kalifornien: Oracle

    Leider bin ich ja nicht nur zum Spass in Kalifornien (zumindest diesmal, ansonsten eigentlich immer! :D). Von der Arbeit aus gings zu Oracle. Wer Oracle nicht kennt, bzw. nicht in der IT bewandert ist: Oracle ist ein rießiger Software Konzern, der jedes Jahr mehr Geld als Heu ab wirft und pausenlos andere Firmen auf kauft. Einer der letzten großen Fusionen war der Kauf von Sun Microsystems, welche unter anderem auch Hardware produziert haben. Nach der Fusion arbeitete Oracle an einer neuen Server Technologie und ja, hier bin ich jetzt und teste auf diesen Servern.

    Dass Oracle mehr Geld als Heu hat, merkt man schon alleine bei deren Bildern an den Wänden:

    Für die Nerds: Bilder von den Maschinen!

    Hier das Team:

    (v.l.n.r.: Fauler Sack, Fauler Sack, Oberfauler Sack, Fleißiger Arbeiter, Reden 10 Schilling Stunde – hackeln 30 Schilling Stunde, Oberfauler Sack)

    Und zum Schluss: Der Held der Stunde

  • Vitamin B

    Geht doch nichts über Vitamin B. Dann bekommt man gleich einen der neuen USB-Sticks unter der Hand zugeschanzt, die gerade geliefert wurden! Diesmal nicht mehr in schwarz/silber, sondern in gold/silber und anstatt von 1GB gibts 2. Nun ja, die Kapazität spiegelt wohl die allgemeine finanzielle Situation der Firma wieder! 😉