Kategorie: Europa

  • Teneriffa

    Das Wetter ist kalt, feucht und einfach miserabel hier in London zur Zeit. Nicht unbedingt etwas Neues, es ist einfach der britische Winter der uns Einhalt gebietet. Zwar gibt es mehr Regen als sonst und Teile des Vereinigten Königreiches stehen unter Wasser aber ansonsten ist hier nichts untypisch für diese Jahreszeit. Was macht man da nur? Ganz einfach: Man(n) fliegt einfach mal übers Wochenende in die Sonne, mit Meer, wolkenlosem Himmel, kaltem Bier und 24 Grad. Und wo macht man das zu dieser Jahreszeit in Europa? Na wie der Titel schon sagt: In Teneriffa! Sebastian und ich haben letzten Dienstag kurzerhand beschlossen, dass wir dringendst etwas Sonne brauchen und haben daher einen Kurztrip nach Teneriffa gebucht. Am Freitag ging es mit dem Flugzeug gen Süden und Sonntag Nacht wieder zurück ins kalte London. Und der Trip hat sich gelohnt: Ich habe einen Sonnenbrand im Gesicht, den Armen und Schultern – und das mit Anfang Februar! Mission erfüllt!

  • Berlin

    Krenni ist ein ehemaliger Berufsschul-Kollege von mir. Besser gesagt war er mein Sitznachbar von der 2. Klasse an und die Freundschaft hat glücklicherweise die Lehrzeit überstanden. Mittlerweile ist Krenni, alias Andreas, nach Berlin gezogen, im selben Jahr als ich nach New York ging. Im Oktober letzten Jahres hatte er seinen 30. Geburtstag und mich freundlicherweise zu der Feier eingeladen. Einen Runden lies ich mir natürlich nicht nehmen und so wurde auch schon der EasyJet Flug gebucht. Glücklicherweise fiel sein Geburtstag auf einen Freitag, was bedeutete, dass ich das Wochenende in Berlin verbrachte. Krenni ist allerdings nicht mein einziger Freund in Berlin. Auch Julia lebt mittlerweile dort. Julia lernte ich in New York kennen. Die gebürtige Kronsdorferin war damals als AuPair in Manhattan und hat nun einen fixen Job in Berlin. Da ich das ganze Wochenende in Berlin war, hatte ich zum Glück genügend Zeit um mich auch mit Julia zu treffen, die mich so wie Krenni ein wenig durch die Stadt führte.

    Berlin war für mich noch Neuland, sprich ich war noch nie dort. Und ich muss sagen, dass ich von dieser Stadt sehr beeindruckt bin. Einerseits, weil sie viel Geschichte auf dem Buckel hat, vor allem vom 20. Jahrhundert, aber auch weil sie eine sehr dynamische und Energie geladene Stadt ist. Definitiv einen Besuch wert, an alle die noch nicht dort waren. Auch das Nachtleben ist ein Wahnsinn! 😉 Ich möchte auf jeden Fall noch einmal dort hin und etwas mehr Zeit verbringen…

    Brandenburger Tor

    Bundestag

    Meine Reiseführerin am Samstag – Julia

    Typischer DDR Plattenbau – deprimierend!

  • Paris

    Sam befand sich für 6 Monate lang beruflich in Paris. Er verließ London Ende Jänner und kam letztes Wochenende wieder zurück in seine Heimat und zurück nach London. Doch bevor er seine Zelte in Paris komplett abbrach, nutzten Will, Rudge und ich die gratis Schlafgelegenheit und kamen Sam für ein Wochenende besuchen. Für mich war es das erste Mal in Paris, ja gar in Frankreich. Ich muss sagen, Paris hat mich angenehm überrascht. Obwohl die Stadt um einiges kleiner als London ist, hat sie doch eine sehr, sehr angenehme Aura. Paris ist nach allem eine der Weltstädte, bzw. eine Stadt mit Weltkulturerbe und dementsprechend alt ist sie und hat auch dementsprechend einiges zu erzählen. Wer hatte zum Beispiel gewusst, dass der erste Führerschein in Paris ausgestellt wurde? Dass der erste Panzer von Franzosen gebaut wurde? Dass Napoleon hoch oben in einem Dom über der Stadt begraben liegt und dass der Eifelturm ursprünglich wieder abmontiert werden sollte? All diese Fakten habe ich vorher nicht gewusst und gerade deshalb hat mich die Stadt so angenehm überrascht. Die Franzosen selbst fand ich auch nicht so schlimm, liegt wohl daran, dass ich kein Engländer bin! 😀 Der Louvre, der Grand Palais, der Palast Versailles, all das sind riesige mit Gold beschmückte Bauwerke, die heutzutage unvorstellbar wären! In Paris verspürt man auch keine Hektik. Das mag vielleicht daran liegen, dass wir nur am Wochenende zu Besuch waren, aber man hatte rundum ein angenehmes Gefühl. Wir kamen Freitag Abend an und gingen gleich mal mit Sam aus, welcher uns seine Freunde und Arbeitskollegen vorstellte, die uns das Nachtleben von Paris näher brachten. Am Samstag war dann Sightseeing angesagt, gefolgt von erneutem Fortgehen. Sonntag kam dann der Eifelturm und Versailles dran, ehe es wieder zurück nach London ging. Eines steht fest, ich muss auf jeden Fall noch einmal nach Paris…

    Der Eifelturm… für jene, die ihn nicht erkannt haben

    Napoleons Grabstätte

    Der Triumphbogen

    Der allererste Panzer, gebaut während dem 1. Weltkrieg

    Der Louvre

    Notre Dame

    Mein Haus in Paris… irgendwann hoffentlich mal! 🙂

    Unterhalb: Schloss Versailles


  • Korfu

    Puh, kaum im Urlaub und schon ist es wieder still am Blog. Wenn ich so nach sehe, werden die ausstehenden Einträge immer mehr. Mittlerweile sind es 7 und das peinlichste ist, dass es mein Thailand Urlaub letztes Jahr noch gar nicht auf den Blog geschafft hat! :/ Aber gut Ding braucht ja bekanntlich Weile und ich bin lieber in der Weltgeschichte unterwegs, als Blogeinträge zu schreiben und dass ist ja auch gut so, denn ansonsten gäbe es ja gar nichts zu lesen hier. Die letzte Reise führte mich übrigens nach Paris (letztes Wochenende), also man darf schon gespannt sein.

    Ich war nicht zum ersten Mal auf Korfu. Mittlerweile war es das 3. Mal. Die Truppe mit der ich unterwegs bin, hat sich kaum geändert. Die Kollingers und Dannerbauers aus Hartheim. Leider musste ich beim Fotos durchsuchen feststellen, dass wir gar kein Gruppenfoto gemacht haben! Darum werde ich sie hier nicht näher vorstellen. Der Korfu Urlaub war bis jetzt immer ein Entspannungsurlaub, sprich auf der Liege am Strand rum liegen, das eine oder andere Mythos Bier genießen und nichts tun bis auf das große Fressen am Abend. Heuer war das den Dannerbauers und mir allerdings zu langweilig und so begaben wir uns für 2 Tage auf eine kleine Expedition. Für diejenigen, die auch schon auf Korfu waren und es nie aus dem Urlaubsresort hinaus geschafft haben: Es sei gesagt, dass die Insel einiges zu bieten hat. Ich war regelrecht erstaunt, was man alles entdecken kann und welch schöne Buchten die Insel für einen bereit hält, wenn man nur ein wenig danach sucht. Ich werde am Schluss ein Bild der Route rein stellen, aber in Prinzip waren wir an der Nordküste unterwegs und haben den Sissi Palast, das verlassene Dorf, die Lotus Höhle, den Sidari Kanal und die Buchten von Paleokastritia erkundet. Das hört sich jetzt nicht sonderlich viel an, aber seht selbst – Achtung, es kommen 77 Bilder:






    Die Route:

  • Kopenhagen

    Mitte Jänner durfte ich für meine Firma 14 Tage nach Kopenhagen zu einem Kunden. Eigentlich war der Kunde etwas ausserhalb von Kopenhagen, da aber dort keine Hotels waren, musste ich „leider“ in der Stadt bleiben. Es mag vielleicht ein wenig komisch erscheinen, dass ich nach Europa geschickt werde, obwohl ich in den USA sitze, aber die Gründe dafür sind relativ einfach. Zu allererst habe ich wieder Abteilung gewechselt. Mein letzter Abteilungswechsel liegt eigentlich nur ein halbes Jahr zurück, aber dieser erfolgte fast ausschließlich um mehr Gehalt zu bekommen. Meine Aufgaben wären eigentlich jene gewesen, mit denen sie mich damals in die USA gelockt haben: Zu Kunden gehen und Performance und funktionale Probleme lösen. Passiert ist das allerdings nicht allzu oft, da mein alter Boss mich aus mir teilweise unbekannten Gründen nicht zu den Kunden gehen lassen wollte. Naja, jetzt war ich ein halbes Jahr bei der Services-Abteilung, also jene Abteilung die beim Kunden sitzt und dort die kundenspezifischen Dinge erledigt, mit dem selben Hintergedanken um den Jungs dort aus zu helfen, sodass sie sich auf ihre Aufgaben konzentrieren können. Dazu ist es jedoch auch nicht gekommen, da wir ein paar Projekte hatten und noch immer haben die buchstäblich komplett im Dreck stecken. Warum ist ein anderes Thema aber für die Ex-GSler unter den Lesern: Besser is natürlich nicht wordn in den letzten Jahren! 😉 Mit Jahresanfang wurde dann weiter oben in der Entscheidungskette beschlossen ein Team zu bilden mit jenen Aufgaben die eigentlich den meinen der letzten 6 Monaten entsprechen. Tja, und so schnell gehts und ich bin wieder in einer anderen Abteilung. Diese Abteilung existiert und agiert jedoch global, also ist mein Aufgabenbereich nicht mehr nur USA, sondern über die ganze Welt verstreut. Und wie es der Zufall so will, mag der Rest der Welt scheinbar meine indischen Arbeitskollegen (auch) nicht, da jeder von denen ein Visum für so ziemlich ein jedes Land braucht! Was soviel heißt wie dass ich mit meiner E.U. Staatsbürgerschaft den ersten Preis im Europafliegen gewonnen habe. So, lange Einleitung, aber nun zum Wesentlichen!

    Ich schäme mich ja fast es zu sagen, aber ich bin in Europa eigentlich noch nicht recht viel herum gekommen. Das mag vielleicht komisch klingen für jene die wissen, wo ich in den letzten 2 1/2 Jahren mich den überall rum getrieben habe, aber das liegt wohl daran, dass meine Vorstellungen von Urlaub früher ein bisschen anders aus sahen als jetzt. Desto weniger überraschend ist es, dass auch Kopenhagen bzw. Dänemark zu den weißen Flecken auf meiner Landkarte zählte. Nun ja, dem wurde nun Dank meiner Firma Abhilfe verschaffen – und das für mich sogar ziemlich billig. Wer schon mal in Kopenhagen war, weiß wie teuer es eigentlich ist – UNGLAUBLICH! Und ich rede jetzt nicht nur von Alkohol, wofür die skandinavischen Länder ja bekannt sind. Nein, auch das normale Leben, einfach alles etwas teurer. So bekommt man dort ein Stück Pizza beim Bahnhofs-Pizzastand nicht mal mehr unter 7 – 8 Euro und das war das Billigste, was ich entdecken konnte. Einmal Gasthaus gehen kommt gleich mal auf 30 Euro, wenn man eine Mahlzeit und ein Getränk ein nimmt. Ich weiß ja nicht, ob sich die Preise in Österreich drastisch gesteigert haben die letzten 2 Jahre, aber für mich ist das zumindest im Vergleich mit New York teuer.
    Der Lebensunterhalt mag zwar teurer gewesen sein als in Österreich, das Wetter war jedoch wärmer. Am Anfang haben mir viele bei -16 Grad frierende Österreicher nicht geglaubt, als ich ihnen sagte, dass es gerade mal -2 Grad hat und sich die Dänen über diese „Mortskälte“ schon auf regen, auch mich hat es am Anfang verwundert. Immerhin liegt ja Kopenhagen weit nördlicher als London und es sollte dort oben ja saukalt sein, ist es aber nicht. Der Grund dafür ist die Seehöhe von Dänemark. Die beträgt nämlich quasi gar nix! Das Land hat keine Berge und Kopenhagen selbst liegt am Meer. Ergo, nicht so kalt wie man vielleicht vermutet. Nachteil an dem Ganzen: Sie schaffen es auch kaum über 25 Grad im Sommer, was mir Einheimische erzählten. Ein weiterer interessanter Fakt ist die Lage von Kopenhagen. Wer auf der Landkarte nach schaut, sieht dass die dänische Landeshauptstadt eigentlich komplett am östlichen Ende des Staates liegt – erinnert ein bisschen an Wien! Und noch interessanter ist die Tatsache, dass sich ein paar Kilometer entfernt schon das schwedische Festland befindet. Nicht gerade ein strategisch guter Punkt auf der Landkarte um die Landeshauptstadt zu verteidigen, wenn man sich ein paar Hundert Jahre zurück versetzt. Wenn man jedoch in der Geschichte zurück blickt, macht es allerdings sehr wohl Sinn. Dänemark war nicht immer gleich Dänemark was die Größe betrifft. Zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert waren die Dänen auch bekannt als Wikinger. Der Einflussbereich der Wikinger erstreckten sich damals von Norwegen, Schweden und Dänemark bis über Nord-Deutschland, sowie Teile von Frankreich und England – und darüber hinaus. Nach dem Wikinger Zeitalter erstreckte sich Dänemark noch immer über Nord-Deutschland bis hin nach Schweden. Das sollte sich allerdings ändern als Dänemark bei Auseinandersetzungen mit Schweden im 17. Jahrundert unterlag.
    Während Kopenhagen Anfangs nicht die Landeshauptstadt Dänemarks war, wurde sie von Bischof Absalon, damaliger Berater und Heerführer des Königs, wegen des ausgezeichnet natürlich vorhandenen Hafens für die Handelsmänner gegründet. Das spiegelt sich auch im Namen der Stadt wieder: Im Mitteldänischen heißt die Stadt „Køpmannæhafn“, was sich auf „Kaufmannshafen“ übersetzt. Erst später im Jahre 1416 wurde die Stadt schließlich zur Residenz des Königs und somit das Zentrum von Dänemark. Apropos König: Dänemark hat nach wie vor so wie England und Norwegen eine Monarchenfamilie sowie ein Parlament, welches die Staatsführung übernimmt.
    Eine kleine Besonderheit bietet Kopenhagen dann noch, und zwar den Stadtteil Christiania. Dieser Stadtteil war früher ein Gelände für die dänische Marine. Später wurde sie dann vom König an die Bevölkerung gegeben, allerdings war die Gegend eher sumpfig und keiner wollte dort so recht hin. Darauf hin haben sich ein paar Menschen dann doch dort hin verirrt mit der Absicht nicht gefunden zu werden. Heutzutage ist Christiania quasi eine Art Freistaat. Die Dänen scheren sich nicht allzu viel um die Einwohner und umgekehrt. Das ist auch der Grund warum es quasi ein „zweites Amsterdam“ genannt wird, da dort der Marihuanahandel auf blüht.

    So, für alle, die sich vielleicht über die letzten paar eher kurzen Beiträge geärgert haben, sollte dieser Berricht mehr als genug Lesestoff beinhalten, sowie ein wenig europäische Geschichte, das dem einen oder anderen vielleicht noch ab ging. Wer sich wirklich alles durch gelesen hat, möge bitte einen Kommentar hinterlassen, bin gespannt wieviel fleißige und faule Leser ich habe! 🙂 Zum vielen Text gibt es natürlich auch viele, viele Bilder. Aber das solltet ihr eigentlich eh schon von mir gewohnt sein. Kopenhagen gab mir sogar einen Meilenstein im Foto machen. So habe ich während meines Aufenthaltes mein 10 000. Foto mit meiner Canon IXUS 85 IS geschossen! Zum Schluss noch ein paar Fakten über Kopenhagen:

    • Gegründet: 1167
    • Erstes Stadtrecht: 1254
    • Königsresidenz: 1416
    • Einwohner (2011): 539 542
    • Seehöhe: 24m
    • Stadtgliederung: 15 Bezirke

    Kopenhagener Börse

    Die Meerjungfrau – irgendwie ist die das Highlight von Kopenhagen, warum weiß ich leider auch nicht.

    Ui ui, des schaut noch wie vom 2. Weltkrieg aus!

    Mein persönlicher Tourguide Maja, gebürtige Dänin.

    Christiania

    Bischof Absalon, Gründer von Kopenhagen

    Dänisches Parlament

    Rathaus

    Opernhaus

    Das beste (und vermutlich teuerste) Restaurant der Welt: Noma

    Königspalast

    Das gute alte Smörebröd… wer hätte gedacht, dass das eigentlich nur Wurstbrot heißt! 😀