Kategorie: USA

  • Las Vegas

    Während mein erster Trip nach Las Vegas schon über 2 Jahre hinter mir liegt, war es wieder einmal Zeit, die Stadt unsicher zu machen. Diesmal begleiteten mich ein paar Freunde aus Boston, unter ihnen auch Ardi. Der Anlass war die bevorstehende Hochzeit von einem aus unserer Truppe. Übernachtet haben wir diesmal im Venetian, dem kleinen Venedig. Tja, das wars auch glaub ich schon wieder mit dem Text für diesen Beitrag. Wie soll ich sagen: Es ist wie im Film. In Vegas ist mehr oder weniger alles erlaubt (sogar auf freier Straße Bier trinken – JUHU!), tagsüber ist es tot und in der Nacht ist die Hölle los. Die folgenden Fotos durchgingen natürlich einer Zensur! 😉

  • Washington, D.C.

    Während Jointi über Silvester auf Besuch war, stand für ihn und seine Truppe auch ein Washington Besuch an. Da ich selbst noch nicht in Washington war (jeder riet mir ja nicht im Sommer zu fahren, wegen den Termeraturen) und unser gemeinsamer Ausflug damals nach Philly eigentlich super geklappt hat, schloss ich mich auch diesmal wieder an. Noch dazu kam, dass Monica – die Freundin von meinem Spezl Aaron – in D.C. arbeitet und ich sie schon seit ca. einem halben Jahr nicht mehr gesehen habe.

    Washington, D.C. ist, wie sicher alle wissen, die Hauptstadt der Vereinigten Staaten. Dort findet man das Weiße Haus in dem der Präsident residiert, das Kapitol, das Pentagon (Verteidigungsministerium), das FBI Hauptquartier und noch ein Unzahl anderer Regierungsgebäude. Ebenso ist dort das Lincoln Memorial, das Washington Monument, sowie eine Vielzahl von Smithsonian Museen (alle mit freiem Eintritt).
    Mit gerade einmal 601,000 Einwohnern und 177 km2 Fläche ist D.C. eigentlich eher eine kleine Stadt (im Vergleich: Linz hat 189,000 Einwohner und 96 km2 Fläche). Ursprünglich war die Hauptstadt der U.S.A. New York City. James Madison forderte jedoch am 23. Januar 1788, dass die Hauptstadt in einem Bundes-Distrikt liegen muss, um ihre Instandhaltung und Sicherheit unabhängig von einem Bundesstaat zu machen. Grund dafür war ein Angriff auf den Kongress in Philadelphia durch einen zornigen Soldatenmob 1783. Die U.S. Konstitution definiert einen Distrikt als ein Quadrat mit einer Länge von 10 Meilen (16 km), also eine Fläche von 100 Quadratmeilen (256 km2). Ein Distrikt liegt in keinem Bundesstaat, er ist unabhängig und wird von der Regierung direkt verwaltet.
    Um den Norden und den Süden nach dem Unabhänigkeitskrieg Zusammenhalt zu geben, beschlossen Alexander Hamilton, James Madison und Thomas Jefferson die Hauptstadt in den Süden zu verlegen. Um außerdem zu gewährleisten, dass der Norden keine Einsprüche auf die Sklaverei erhebt, sollte die Hauptstadt auf einem gesponsertem Territorium der Bundesstaaten Maryland und Virginia (beides Sklavenstaaten) errichtet werden. Die Bestimmung der exaten Position der neuen Hauptstadt sollte jedoch George Washinton obliegen. Am 9. September 1791 wurde die Stadt zu Ehren von George Washington nach ihm und der Distrikt Territory of Columbia benannt – Columbia war zur damaligen Zeit ein poetischer Name für die U.S.A.
    Nun ist also auch das Geheimnis gelöst, warum Wahsington, D.C. so heisst. Das D.C. steht für District of Columbia. Witzig jedoch ist: Da es sich um einen Distrikt direkt unter der Verwaltung der Regierung handelt, darf kein Einwohner des Distrikts wählen! Jeder Bürger in D.C. hat somit kein Recht darauf mit zu bestimmen, wer im Weißen Haus, oder im Kongress sitzt. Sie durfen jedoch trotzdem fleißig Steuern zahlen. Wer weiß, dass die USA den Unabhängigkeitskrieg genau aus diesem Grund „Besteuerung ohne Repräsentation“ (Taxation without representation) begonnen hat, sieht die Ironie! 🙂

    Die Stadt selbst hat mir gut gefallen. Sie ist, wie zuvor erwähnt, relativ klein, weshalb man viel zu Fuß abdecken kann. Die Sehenswürdigkeiten liegen alle zentral rund um die Mall, dem Bereich, wo sich das Weiße Haus, das Washington Memorial, das Lincoln Memorial und das Kapitol befinden. Die meisten Mussen sind Teil der Smithsonian Stiftung und daher mit freiem Eintritt – und echt sehenswert! Das Klima hingegen soll schlimmer als in New York sein. Im Sommer mit 40 Grad und extremer Luftfeuchtigkeit und im Winter -10 Grad und eisig kalter Wind. Wir hatten jedoch Glück. Es war zwar kalt (-6 Grad), der Wind blieb jedoch aus.

    Das Weiße Haus

    Eisenhower Building

    Lincoln Memorial

    Washington Monument mit dem Reflection Pool

    World War II Memorial

    Washington Monument

    Das Kapitol

    FBI Hauptquartier



  • Allererster McDonalds

    Vor einigen Wochen war ich von der Arbeit aus wieder mal für 2 Tage Chicago. Eigentlich hat sich nicht viel getan in diesen 2 Tagen außer halt arbeiten, aber da gab es dann doch noch eine kleine Besonderheit, die ich hier online stellen muss. Dort befindet sich nämlich das allererste Restaurant des heute uns allgemein bekannten McDonalds! Während die Idee eigentlich von Kalifornien aus dem Jahre 1940 stammt, konnte dort in Chicago McDonalds Gründer Ray Kroc seine Idee, wie sich heute zeigt, mehr als verwirklichen als er am 15. April 1955 den allerersten McDonalds auf der Welt gründete. Heute macht das Unternehmen schlappe 20 Milliarden US Dollar im Jahr und ist mit über 400 000 Mitarbeitern auf über mehr als 31 000 Standorten weltweit vertreten.

  • 1 Jahr U.S.A

    Genau heute vor einem Jahr setzte ich meinen Fuß auf amerikanischen Boden um hier meinen nächsten Lebensabschnitt zu verbringen. Ja kaum zu glauben, 1 Jahr ist schon wieder um. Während der Abschied doch mit gemischten Gefühlen verlief, sollte sich raus stellen, dass es die richtige Entscheidung war. Der Neuanfang hier in den USA war alles andere als leicht, immerhin habe ich alles zurück gelassen, was ich kannte und mir wichtig war. Jedoch habe ich bisher jede Menge erlebt, das mein Leben wohl auf ewig bereichern wird. Ich könnte jetzt noch einen Roman schreiben, was ich alles erlebt und gesehen habe und wie es mir dabei ging, aber wie heißt es so schön: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, also lasse ich einfach mal die Bilder sprechen:

  • Fischen und eine gute Zeit

    Mein letzter Blog Eintrag ist ja schon wieder eine Weile her. Sorry für das, aber das liegt daran, dass ich in letzter Zeit immer unterwegs bin. Das legt sich zwar die nächsten paar Wochen, allerdings bekomme ich jetzt mit September wieder Besucher nach Manhattan und dann wirds wieder knapp mit der Zeit vorm PC! 🙂

    Vor zwei Wochen lud mich mein Arbeitskollege Allen zum Fischen zu sich nach Hause ein. Da konnte ich natürlich gar nicht ablehnen, war ich doch seit ich 13 bin, nicht mehr wirklich fischen, außer das ich vielleicht hier und da mal ein paar Forellen aus dem Teich gezupft hab, aber das ist ja auf Dauer sehr langweilig. Jedoch war da nicht nur diese Tatsache, sondern auch, dass ich endlich mal im Ozean fischen konnte. Ich hab zwar mal schon im Meer gefischt, 1998 in Norwegen, da waren wir aber immer in den Fjorden was ja dann kaum noch als offenes Meer zu bezeichnen ist. Eine weiter war, dass wir Nachtfischen würden und zu guter letzt, dass wir Fische fangen die bis über 1 Meter lang sind und bis zu 15 kg wiegen. Also Gründe genug für mich meine 7 Sachen zu packen und rauf in den Bundesstaat Massachusetts zu fahren. Oben gegen Mittag angekommen, entspannten wir erst mal ein wenig in seinem Vorgarten. Während die Kinder spielten und sein Hund umher tollte, genehmigten wir uns gemütlich ein paar White Russians. Nach und nach gesellten sich auch immer mehr Nachbarn zu uns und gegen Abend wurde dann der Grill gestartet. Gegeben hats natürlich – was für eine Frage – Steaks. So sehr ich auch meinen Speck und das Schnitzel vermisse, das Steak machen können die wirklich die Amis!

    Als wir also so da saßen und vor uns hin chllten mit unseren White Russians, begann Mike (Links: Mike, Recht: Allan) ein wenig vom Vietnam Krieg zu erzählen – jaja, der war dabei und das ist schon ganz was anderes, wenn man dann das aus dem Mund von einem Veteranen hört. Mike hatte auch eine Gastrolle im Film Good Will Hunting! Jedoch leider nur als Portrait. Die Filmemacher suchten Requisiten aus der Vietnamzeit um darstellen zu können, dass Robin Williams im Krieg war. Es war sein Foto, dass dann verwendet wurde, der Typ ganz links:

    Als dann die Sonne unten ging, machten wir uns endlich auf zum Pier. Die White Russians hatten ihre Wirkung getan und wir waren uns nicht mehr ganz sicher, ob der Steg denn wackelt, oder wir. Aber glücklicherweise blieben alle trocken. Allan schleppte dann noch die Gitarre mit und wir hatten Erholung pur. So saßen wir da alle bei 25 Grad am Wasser, während einer auf der Gitarre spielte und wir mit Dosenbier darauf warteten, dass sich etwas an den Angelruten tat. Die Fischer unter euch wissen, dass es beim Fischen eher mehr um releaxen geht, als um möglichst viele Fische zu fangen. Eben genau diese Einstellung hatten wir auch – zum Glück, wie sich raus stellen sollte.

    Und während die Zeit verging, hatten wir endlich einen Biss bei einer Rute. Ich wollte schon auf und den Fisch an Land holen, aber Mike stoppte mich sofort. Er meinte nur: Weißt du wie groß diese Kerle sind? Die müssen den Köder schon mal richtig schön im Maul haben. Wenn du jetzt anziehst, spuckt er ihn sofort wieder aus und der Haken geht ins Leere.
    Also liesen wir dem Fisch noch etwas Zeit bis wir dann in die Eisen stiegen. Aber Fehlanzeige. Scheinbar waren wir doch noch zu früh dran. Um euch ca. vorstellen zu können, wie groß die Kerle waren, hier die Köder die wir verwendeten. Wir schnitten einfach 3 cm Streifen herunter gaben sie aufn den Haken. So wie die Fische waren – frisch vom Meer, nicht ausgenommen, oder sonst was. Für mich eine neue Erfahrung.

    Wir hatten dann noch 2 – 3 Mal das Glück einen Biss auf einer Rute zu haben, aber Petrus war uns wohl nicht wohl gesonnen und so mussten wir leider mit leeren Händen wieder Richtung Haus aufbrechen. Schade, hätte gern so einen Fisch geangelt und verspeist – so war der Plan zumindest für Sonntag, aber der ist dann leider ins Wasser gefallen. Naja, besser der Plan als wir. Aber HALT! Stimmt nicht, wir sind nicht leer ausgegangen, ich hab ja sogar was gefangen! Nein, keinen alten Stiefel oder Autoreifen, sondern eine Krabbe! Crap, wie ich sie liebevoll getauft habe, hat sich in meinem Silk und einem Stromkabel-Überbleibsel verfangen. Aber da nicht wirklich viel Fleisch dran war und weil sie versucht hat, mir so liebevoll in den Daumen zu zwicken, habe ich sie dann doch wieder ins Meer entlassen.

    Zusammenfassend hatte ich eine sehr geniale Zeit, aber überzeugt euch selbst!